LTE und UMTS im Vergleich – 3G und 4G Internet

3G und 4G im VergleichLTE liefert den Mobilfunkstandard der 4. Generation und im Vergleich zum 3G Internet über UMTS deutlich höhere Reichweiten sowie viel höhere Surfgeschwindigkeiten. Um Ihnen jedoch den Unterschied zwischen UMTS und LTE erklären zu können, holen wir im Folgenden etwas aus und beginnen unsere Ausführungen mit dem Mobilfunkstandard der 2. Generation als Ausgangspunkt der Mobilfunkentwicklung der letzten Jahre und Jahrzehnte.

Vom 2G zum 4G Standard

Die Mobilfunkstandards lassen sich einteilen in 2G, 3G und 4G Internet. Unter dem Mobilfunkstandard der 2. Generation werden sowohl GPRS als auch EDGE zusammengefasst. GPRS und EDGE basieren auf der GSM Technologie und gehören damit zu den eher älteren Mobilfunkstandards. Mit GPRS können Sie mit bis zu 64 kbit/s im Download mobil surfen. Dies entspricht ungefähr der Geschwindigkeit eines alten V90 Modem. EDGE ist als Datenturbo von GPRS zu verstehen und liefert bereits eine maximale Downloadgeschwindigkeit von bis zu 220 kbit/s.

Surfgeschwindigkeiten GPRS, EDGE, UMTS, HSPA, HSPA+ und LTEDie UMTS Frequenzversteigerung im Jahr 2000 stellte die Geburtsstunde des Mobilfunkstandards der 3. Generation (3G) dar. Unter 3G versteht man UMTS, HSPA und HSPA+. Mit UMTS lassen sich Surfgeschwindigkeiten von bis zu 384 kbit/s im Download erreichen. Ausgehend von dieser 3G Basistechnologie wurde HSPA (High Speed Downlink Packet Access) entwickelt. Bei HSPA handelt es sich dank einer neuen Kompressionstechnik um einen Datenbeschleuniger für UMTS und liefert bei einer optimalen Netzabdeckung bis zu 7.200 kbit/s im Download und damit ungefähr DSL Geschwindigkeit. Durch eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Technik konnte HSPA+ ins Leben gerufen werden. Über HSPA+ können Surfgeschwindigkeiten von bis zu 28 Mbit/s erzielt werden. Wie im Bereich der gesamten 3G Technik sind diese maximalen Werte jedoch eher theoretischer Natur, da die maximale Übertragungsleitung durch sehr viele Faktoren reduziert wird. In der Praxis sind bei HSPA Surfgeschwindigkeiten von bis zu 5,5 Mbit/s als sehr gut anzusehen.

Fast genau 10 Jahre nach der Versteigerung der UMTS Lizenzen durch die Bundesnetzagentur wurden im Jahr 2010 die LTE Frequenzen im Bereich von 800 MHz und 2,6 GHz vergeben. Anders als bei UMTS waren die LTE Anbieter jedoch angehalten zunächst die ländlichen Regionen mit LTE Internet zu versorgen, bevor ein Netzausbau in den lukrativen Städten beginnen konnte. Im Rahmen des 4G Internet über LTE sind nun deutlich höhere Surfgeschwindigkeiten als beim 3G Internet möglich und erreichen theoretisch bis zu 300 Mbit/s im Download. Ein weiterer Vorteil von LTE gegenüber UMTS ist die Sendereichweite der Basisstationen. LTE Funktürme sind in der Lage Areale mit einem Radius von bis zu 10km mit einem Funksignal zu versorgen (Hintergrund: Was ist LTE?).

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Somit besteht folgender Unterschied zwischen LTE und UMTS:

  • Höhere Surfgeschwindigkeiten
  • Höhere Sendereichweiten
  • Gänzlich andere Frequenzen als bei UMTS und GSM
  • Verfügbarkeit auch in ländlichen Regionen

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