Schnelles mobiles Surfen – darauf kommt es an

LTE als DSL Alternative - schluss mit langsamen SurfenMit einer immer größeren Verbreitung von Tablet PCs und Smartphones werden schnelle mobile Internetverbindungen immer wichtiger. Die meisten Anbieter in Deutschland offerieren bereits das mobile Internet der 4. Generation (LTE) zu erschwinglichen Preisen. Aber auch HSDPA, und HSPA+ sind aufgrund von geringen monatlichen Kosten immer noch eine beliebte Alternative und bieten um 42.2 Mbit/s im Download, was ein Vielfaches einer normalen DSL Leitung entspricht. In einigen Berichten sowie im Glossar von UMTD-Onkinetarife.de hatte ich jedoch davon gesprochen, dass gewisse Einflussfaktoren die maximale Übertragungsgeschwindigkeit negativ beeinflussen können. In diesem Artikel möchte ich das Thema noch einmal detaillierter erörtern und zudem aufzeigen, welcher Datenstandart für welche Web-Anwendungen geeignet ist.

Worauf kommt es an?

Einer der wichtigsten Einflussfaktoren beim mobilen Surfen ist das eingesetzte Endgerät. Nicht alle Handys oder Tablets unterstützen HSPA+ oder LTE. Der beste Tarif nutzt Ihnen nichts, wenn Ihr Handy die schnellen Übertragungsraten nicht mitmacht. Zu den aktuellen LTE Handys gehört beispielsweise das iPhone 5 (s und c). Aber auch die neuen Smasung Smartphones unterstützen in aller Regel LTE bzw. HSPA+.

Ein nächster wichtiger Faktor ist die geographische Position beim Surfen. Zwar ist LTE in der Lage Distanzen von bis zu 10km zu überwinden, jedoch führt eine große Distanz zum Funkturm auch zu einer geringeren Geschwindigkeit. Ebenso verlangsamt sich die Surfgeschwindigkeit wenn Sie sich in einem Gebäude befinden. Die Wände (aus Stahlbeton) schirmen die Funkwellen ab.

Aber auch wenn die oberen beiden Punkte für Sie und damit für eine schnelle Surfgeschwindigkeit sprechen, gibt es noch einen weiteren relevanten Faktor, den Sie jedoch nur bedingt beeinflussen können. Die Anzahl der Mobilfunktkunden in einer Funkzelle. Je mehr Kunden sich in einer Funkzelle befinden, desto langsamer wird die Übertragungsgewchwindigkeit für jeden Einzelnen. Das Stichwort ist hier Netzauslastung!

Webanwendungen für HSPA(+) und LTE

Die maximale Surfgeschwindigkeit beeinflusst ganz maßgeblich, was für Webanwendungen Sie nutzen können. Normales Surfen auf Webseiten und das Schreiben von eMails ist allgemein mit allen Mobilfunkstandards (außer GPRS) möglich. Für die datenintensiven Dienste wie Viedeos, Spiele und IPTV benötigen Sie jedoch eine schnelle Internetverbindung mit viel ungedrosseltem Surfvolumen. HSDP mit bis zu 14,4 Mbit/s kann defacto alle Dienste übertragen. Bei IPTV kann es jedoch eng werden. HSPA+ mit bis zu 42,2 Mbit/s ist hier deutlich besser geeignet.
LTE hingegen bietet je nach Anbieter aktuell bis zu 150 Mbit/s im Download und kann damit auch sehr schnell HD Filme streamen. LTE ist somit für alles geeignet. Problematisch ist nur, dass es keinen HSPA und LTE Tarif ohne ungedrosseltes Surfvolumen gibt. Bei LTE Handytarifen bekommen Sie bei hochpreisigen Tarifen derzeit bis zu 10 GB ungedrosseltes Volumen pro Monat bevor auf GPRS oder UMTS reduziert wird. Bei stationären LTE Tarifen als DSL Ersatz sind es immerhin um 30GB pro Monat (ca. 5-6 HD Filme).

Dieser Beitrag wurde unter Handytarife, Netz abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*